GoGE Schweiz

Ganzheitlich orientierte Gesundheits- und Ernährungsberatung Schweiz

Plattform der Arbeitsgruppe Schweiz, ärztlich geprüfte GesundheitsberaterInnen GGB

„Die schädigende Wirkung selbst kleinster Strahlendosen wird über lange Zeiträume hinweg summiert“    Dr. med. M.O. Bruker

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Überlegungen zur Kernenergie

Gibt es saubere Atomkraft zur friedlichen Nutzung?

Die Atomkraftbetreiber und deren Interessenvertreter klären die Bevölkerung in ihrem eigenem Geschäftsinteresse auf:

• Ohne Atomkraft könne der laufende und steigende Energiebedarf nicht gedeckt werden.

• Ohne Atomkraft gebe es keinen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt und es würden viele Arbeitsplätze verloren gehen.

• Atomkraft sei sauber, klimafreundlich (CO2 frei) und preisgünstig.

• AKWs seien sicher. Die Risiken der friedlichen Atomspaltung seien dank den umfassenden Sicherheitsvorkehrungen bedenkenlos.

• Die friedliche Nutzung der Kernenergie sei nicht vergleichbar mit einer Atombombe.

• Die Toleranzgrenze der Strahlung werde eingehalten.

• Die Bevölkerung im Umkreis der Atomkraftwerke sei zur Absicherung gegen Gesundheitsschäden für den (nie zutreffenden) Ernstfall im Besitze von Jod-Tabletten.

• Der Uranabbau, die Aufbereitung der Brennstäbe und die Langzeitlagerung des Atommülls seien für Mensch und Umwelt unbedenklich.

• Auch für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen werde es Lösungen geben.

 

 

Die Lüge des Materialismus besteht nicht
in dem was sie sagt, sondern in dem was sie verschweigt.

(Max Thürkauf)

 

 

 

Ist die Atomkraft zum Wohle der Menschheit?

Gesundheit ist das höchste Gut! Ohne Gesundheit ist alles nichts!

Geht es um die Beurteilung der Folgen der Kernspaltung in AKWs, sind alleine Ärzte, Biologen und Ökologen zuständig. Sie allein können die gesundheitlichen und lebensbedrohenden Folgen der atomaren Strahlung beurteilen.

Diese Fachleute haben keine Lobby und ziehen aus der Kernspaltung keinen Profit. Hingegen werden Stimmbürger und Politiker einseitig durch Interessengruppen der Atomkraft informiert. Fehlinterpretationen und Fehlentscheidungen mit verheerenden Auswirkungen sind die Folgen. Gesundheit ist eine Frage der Information. Es braucht gesundheitsorientierte, wirtschaftsunabhängige Aufklärung.

Eine Grundsatzfrage ist: Trägt die Atomenergie zum Wohle der Menschheit bei oder opfert die Menschheit zu Gunsten der Atomenergie und des Luxusstrebens ihre Lebensgrundlage und damit Gesundheit und Leben?


Wünschen Sie weiterführende Gedanken und Überlegungen rund ums Thema AKW, dann klicken Sie auf folgende Themen:


 

Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr,
immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht
und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen.

(J. W. v. Goethe)

25 Jahre nach Tschernobyl – sind wir denn kein bisschen klüger?

Seit dem 26. April 1986 ist das damals russische Tschernobyl infolge des Super-Gaus, der grössten menschengemachten Umweltkatastrophe aller Zeiten, weltbekannt. Die Bevölkerung musste auf staatliche Anordnung innerhalb kurzer Zeit Haus und Hof verlassen. Die Lebensgrundlage wurde ihr genommen. Mit nichts standen die betroffenen Überlebenden vor der Herausforderung, sich eine neue Existenz aufzubauen.

Nicht nur das - die Aussagen der AKW-kritischen Wissenschaftler haben sich bewahrheitet. Wer in der verstrahlten Zone mit dem Leben davon kam, leidet an verschiedenen Krankheiten (insbesonders Herz-Kreislaufbeschwerden, grauer Star, massive neurologische Probleme, allgemeine Immunschwäche). Die Krebsrate steigt (Schilddrüsenkrebs, Leukämie, Brustkrebs, Magen-Lungen-Nieren- und Harnblasenkarzinome). Nicht genug damit: Zu den Krankheiten, bedingt durch Zellstoffwechselstörungen, kommen Störungen im Erbgut. Folge: missgebildete, geistig behinderte, kranke Nachkommen. Erkrankungen, die in der Erbmasse gründen, sind nicht heilbar. Wie ist es möglich, sich unter so belastenden, aussichtlosen Umständen auf Elternschaft zu freuen. Dies im Wissen, dass Spätfolgen noch in der 3. Generation auftreten können und weitervererbt werden?

Der Staat ist nicht in der Lage, die erforderliche medizinische Versorgung zu leisten, nicht zu reden von psychologischer Unterstützung. Ist es unter solchen Gegebenheiten nicht verständlich, dass Menschen in der Verarmung und Hilflosigkeit zum Alkohol greifen, um ihre Aussichtslosigkeit zu vergessen? Die Lebenserwartung ist in gewissen Gegenden in der Ukraine auf 52 Jahre gesunken.

 

Ich kenne zwei Dinge, die unendlich sind:
das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Ersteren bin ich mir nicht so sicher.

(Albert Einstein)

Gesundheitliche Störungen – sind deren Ursachen unbekannt?

Die Wolken kennen keine Staatsgrenzen. Eine radioaktive Wolke erreichte 10 Tage nach dem Super-Gau in Tschernobyl die Schweiz. Darf man noch Milch trinken, frischen Salat essen? Dürfen Säuglinge weiter gestillt werden? Darf man mit ihnen spazieren gehen? Die Verunsicherung war gross. Im Tessin wurden 2002 immer noch erhöhte Werte von Cäsium in Pilzen gemessen und die Fische im Luganersee wiesen 2 Jahre lang erhöhte Strahlenbelastung auf. Unbedenklich?

Kleinste Strahlendosen, die auch beim Normalbetrieb eines AKWs entstehen und die erlaubte Toleranzgrenze nicht übersteigen, können bei Langzeiteinwirkungen Spätschäden zur Folge haben. Strahlenmenge, zeitliche Einwirkung und der Gesundheitszustand respektive die körpereigene Abwehr jedes Individuums und seine Lebensbedingungen sind dabei ausschlaggebend. Besonders gefährdet sind werdende Leben, Säuglinge und Kleinkinder. Es ist wie bei den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten: Der Zeitfaktor verschleiert die (umweltbedingten) Ursachen.

Die Frage drängt sich auf: Weshalb stirbt inzwischen trotz enormer Anstrengungen (unter anderem mit Forschungsgeldern und Spenden) auch bei uns jeder dritte Mensch an Krebs? Wird in der Forschung die steigende atomare Verschmutzung bei Normalbetrieb eines AKWs durch die weltweit rund 440 AKWs auch miteinbezogen? Es gibt keinerlei Beweis dafür, dass es eine sichere Toleranzgrenze für die Strahlung gibt (Strahlenlaboratorium in Livermore / Kalifornien). Dr. Bruker ergänzt: „Die schädigende Wirkung selbst kleinster Strahlendosen wird über lange Zeiträume hinweg summiert“. (Ärztliches Memorandum zur industriellen Nutzung der Atomenergie, Dr. med. M. O. Bruker)

Trotz Mahnung AKW-kritischer Wissenschaftler wurden neue AKWs gebaut und weitere sind in Planung.

 

Unsichtbar wird die Dummheit,
wenn sie genügend grosse Ausmasse
angenommen hat.

(Berchtold Brecht)

Fukushima – passierte der Super-Gau wider Erwarten?

11. März 2011! Musste sich die Tragödie von Tschernobyl wiederholen, damit die Verantwortlichen begreifen, welche Gefahren die Atomenergie birgt? Ein Super-Gau in einem hochtechnisierten, zivilisierten Land, das mit Erdbeben und Tsunamis lebt und auf die allenfalls anzuwendenden Sicherheitsvorkehrungen bei einem Störfall in AKWs vorbereitet sein sollte? Auch wenn die Bevölkerung von Japan vermutlich besser informiert wird als damals in Tschernobyl, die Menschen sind gleichwohl ihrer Lebensgrundlage beraubt – Flüchtlinge im eigenen Land. Ein Super-Gau bringt nicht nur gesundheitliche, sondern auch psychologische, soziologische und ökologische Probleme. Keine Haftpflichtversicherung versichert solchen Schaden, da sie den entstanden Schaden nicht decken könnte.

Die Bemühungen, dem Super-Gau mächtig zu werden, sind vergebens. Von den Verantwortlichen des AKW Fukushima ist Improvisation gefragt.

Das Wasser für die erforderliche Kühlung der Brennstäbe fehlt, die Pumpen versagen, weil der Strom ausfällt - Situationen die nicht voraussehbar waren, die nie geübt wurden.

Wohin gehen die Unmengen von verstrahltem, erwärmtem Wasser, die radioaktiv verseuchte Luft? Glück gehabt: ins Meer hinaus, übers Meer hinweg. Und dann?

Die AKW-Arbeiter setzen ihre Gesundheit, ihr Leben aufs Spiel, um nachdem das Schlimmste bereits passiert ist, noch Schlimmeres zu verhüten. Liquidatoren werden als Helden verehrt. Es wird ihnen kaum anders gehen als jenen in Tschernobyl: Als hoffnungslos kranke Menschen werden sie abgeschoben und vergessen. Die Verstrahlung von Wasser, Luft und Erde geht weiter. Radioaktive Verseuchung trifft uns alle, Mensch, Tier und die ganze Vegetation. Sie ist ein globales Problem. Es gibt keine Möglichkeit Radioaktivität zu vernichten. Die Medien haben inzwischen informiert, 1,6 Milliarden US-Dollar kostet das grösste bewegliche Gebäude, das über den jetzigen undichten Sarkophag von Tschernobyl geschoben wurde. Es soll von den erforderlichen rund 1000 Jahren radioaktiver Strahlung der Trümmer des AKWs für 100 Jahre ‚Sicherheit’ bieten. Und nach dieser Zeit? Fukushima erlebt dasselbe Schicksal.

 

Kein Baum wächst in den Himmel.
(Sprichwort)

Selber denken.......

Die Menschheit hat eine erschütternde lebenspraktische Lektion erhalten. Anschauungsunterricht! Sie hat erfahren, dass Atomspaltung auch für sogenannt friedliche Zwecke in einem hochtechnisierten Land zu einen Super-Gau führen kann. Wer findet noch Argumente um Kernspaltung gutzuheissen?

Der gesunde Menschenverstand erkennt: Die These vom sauberen und preisgünstigen Atomstrom ist widerlegt. Sauber ist der Atomstrom nicht, weil er nicht stinkt, nicht gesehen wird und CO2 frei ist. Das Kühlwasser erwärmt die Gewässer und stört chemische und biochemische Prozesse. Das Schlimmste jedoch ist die radioaktive Verseuchung. Ein AKW produziert täglich die 4-fache Menge Radioaktivität einer Hiroschima- Atombombe. Die künstlich erzeugte Radioaktivität verseucht schleichend unser Klima und zerstört dadurch unsere Lebensgrundlage.

Wie teuer wäre der Atomstrom, wenn die Entsorgung des Atommülls und die Stilllegungskosten eines AKWs nach rund 50-jährigem Betrieb mit einberechnet würden?

Mit der Erklärung der AKW-Betreiber, die Sicherheitsvorkehrungen seien bei Störfällen gewährleistet, ist das Zugeständnis gegeben, dass Atomkraft gefährlich ist - so gefährlich sogar, dass die Risiken finanziell nicht versicherbar sind. Wie und wo kann der Ernstfall geübt werden? Wo sind die Strategien festgelegt z.B. bei einem Gau im Atomkraftwerk Mühleberg mit der Evakuierung der Stadt Bern, die in der Sperrzone von 30 km liegt, samt Bundesverwaltung? Wären Jod-Tabletten die Lösung, müsste das ganze Szenarium nicht durchgedacht werden.

Zudem können AKWs Ziele terroristischer Anschläge sein und für militärische Zwecke missbraucht werden.

Der Ersatz von Atomenergie durch alternative Energien, damit auch neue Arbeitsplätze, wo ohne Schutzanzüge gearbeitet werden kann, ist vorhanden.

Die Herausforderung für die Politik ist, durch einen geplanten Ausstieg aus der Atomkraft die prophezeite wirtschaftliche Krise zu verhindern. Bei einem AKW-Unfall wäre ein erzwungener Ausstieg ungleich schwerer, da die Lebens- und Wirtschaftsgrundlage schlagartig vernichtet wäre. Für die Atomindustrie gibt es noch lange Arbeit und damit Arbeitsplätze. Die abgestellten AKWs müssen betreut werden, um die atomare Strahlung in Schach zu halten und weiteren Schaden zu minimieren. Für die Endzeitlagerung von bereits vorhandenen radioaktiven Abfällen kann es nie eine befriedigende Lösung geben.
 
 

Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken: das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

(Konfuzius)

 

 

 

 

.......entscheiden und handeln

Spätestens jetzt ist es Zeit, demütig zu den gemachten Fehlern zu stehen. Es geht uns alle an: Wir sitzen im gleichen Boot. Entscheiden wir uns für kurzfristigen Profit, Eigeninteressen und Vormachtstellung oder sind wir bereit, unsere Lebensweise zu überdenken und die Naturgesetze zu respektieren, d. h. mit ihnen zu leben? Verstösse gegen Naturgesetze haben Folgen – im Falle von Atomspaltung, verheerende Folgen.

Es ist spät. Die grössten Fehler wurden schon gemacht. Wir haben es in Bezug auf atomare Strahlung in der Hand, noch Schlimmeres zu verhindern und können über eine geordnete Stilllegung von AKWs mitentscheiden, vielleicht erst dann, wenn Tschernobyl bald vergessen und Fukushima nicht mehr in den Schlagzeilen steht. Ein solcher Entscheid fordert logischerweise entsprechendes Handeln: der bewusste (sparsame) Einsatz von Energie, die Umstellung auf Naturstrom und damit die Bereitschaft des Einzelnen, vorübergehend Mehrkosten für Strom in Kauf zu nehmen.

Im Wissen, dass die Summierung kleinster Dosen von atomarer Strahlung beim Normalbtrieb eines AKW ein Gesundheitsrisiko ist, setzte sich der Atomphysiker Dr. Dr. h.c. Karl Bechert zusammen mit Dr. med. M. O. Bruker gegen den Bau von Atomkraftwerken ein und mahnte vor rund 50 Jahren: „Man nennt uns Aufwiegler – wir aber wollen nicht in einer atomaren Katastrophe untergehen, wir wollen nicht, dass unsere Nachkommen uns verfluchen, weil wir dem atomaren Wahnsinn nicht Widerstand geleistet haben“. Und wir Menschen, die im 21. Jahrhundert leben – sind wir bereit (Mit-) Verantwortung zu übernehmen?

                         
Naturstrom - JA Bitte!

NB
Beim Versuch einige wichtige Aspekte der komplexen Thematik Atomenergie möglichst kurz, für Laien verständlich, anzugehen, wurde im Bericht auf wissenschaftlich belegte Fakten nicht hingewiesen. Diese sind abzurufen unter:


www.ggb-lahnstein.de Kleinschrift Ärztliches Memorandum zur industriellen Nutzung der Atomenergie, Dr. med. M. O. Bruker

www.energiestiftung.ch

www.SolarPeace.ch

www.greenpeace.ch


Kerngruppe der Plattform GoGE-Schweiz, 29.08.2011

 

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Alle Armeen dieser Welt
können eine Erkenntnis nicht aufhalten,
deren Zeit gekommen ist.

(Victor Hugo)

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Letzte Änderung:  27.08.2016 

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